Alte Synagoge (22)

Größte Synagoge nördlich der Alpen, erbaut 1911-1913 Haus jüdischer Kultur
  • Mit finanzieller Unterstützung von Essener Familien wie Loosen (ehem. Kaufhaus Blum), Grundmann (später Kaufhaus Boecker), Samson (Schuhhaus Grüterich) und der Bankiersfamilie Hirschland wurde die Synagoge 1913 geweiht. Das jüdische Gotteshaus zeigt als Gesamtkunstwerk ein Zusammenspiel von byzantinischer und abendländischer Architektur, entwickelt von dem Architekten Edmund Körner und dem Rabbiner Samuel. Der Kuppelbau aus Stahlbeton und Muschelkalkquadern ist von mächtiger Dimension, einer Burg nicht unähnlich. In der Pogromnacht (1938) wurde die reichhaltige Innenausstattung völlig zerstört. Die Dauerausstellung zeigt die Stationen jüdischen Lebens und dokumentiert die Verfolgung und den Widerstand in Essen zwischen 1933 und 1945.

    Nach zweijähriger Bauzeit wurde die Alte Synagoge am 13. Juli 2010 als Haus jüdischer Kultur neu eröffnet. Die Dauerausstellung in der Synagoge dokumentiert das jüdische Leben in all seinen Facetten. Gemeinsam mit der altkatholischen Kirche bildet die Synagoge als Ensemble das Tor zum Ostviertel.

    Hörtour

    Steeler Straße 29
    45127

    Entfernung von der (H) Rathaus Essen: 50 m, Ausgang Rathaus, auf Straßenebene Schützenbahn links