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Titel on Tour auf der KulturLinie 107

Bekannte Autoren lesen in der Straßenbahn

06.10.2014 | 14:26

Stellten das diesjährige Programm der mobilen Lesereihe „Titel on Tour“ vor: v. l. Martin Maruschka und Kristiane Michels (NRW KULTURsekretariat), Gaby Renz (EVAG) sowie Alfons Wafner (Kulturbüro der Stadt Essen)

Seit 10 Jahren veranstaltet das NRW KULTURsekretariat gemeinsam mit lokalen Partnern die mobile Lesereihe Titel on Tour. Alljährlich im Literaturherbst lesen bei diesem außergewöhnlichen Format renommierte Autorinnen und Autoren aus ihren aktuellen Erzählungen und Romanen – in Bussen, Bahnen und Schiffen des öffentlichen Nahverkehrs, während der Fahrt. Bereits zum neunten Mal rollt am 16. Oktober 2014 das Erfolgsformat durch Essen. Es ist ein ganz besonderes Erlebnis, wenn sich beim Fahren durch die Stadt Höreindrücke und visuelle Reize mit spannenden, eindrucksvollen oder unterhaltsamen Geschichten mischen. Die Fahrt beginnt um 19.00 Uhr und jeder Autor liest rund 30 Minuten. Zwischendurch gibt es eine kurze Pause, in der Zeit ist für ein kurzes Gespräch mit den Autoren, für ein Getränk oder auch zum Bücherkauf.

Roman Ehrlich: Urwaldgäste
Nach seinem viel gelobten Debütroman „Das kalte Jahr“ versammelt Roman Ehrlich in seinem aktuellen Buch zehn Geschichten aus dem ganz normalen Alltag – mit doppeltem Boden und geheimnisvollen Abgründen. Es geht um die Kippmomente unserer Arbeits- und Medienwelt. Die Momente, in denen Menschen zu Zurückgelassenen werden, zu Bedürftigen nach Rückhalt und Liebe. Sie alle haben das Gefühl, immer nur Gast zu sein, an einem Ort mit undurchschaubaren Regeln. Und sie fordern ein, was bislang keine Rolle gespielt hat: dass jetzt die eigene Geschichte beginnen kann.

Andreas Meyer: Die Straße
NachDas Zimmerund „Das Haus“ widmet sich Meyer in „Die Straße“ einem so interessanten und heiklen Thema: dem Sexus – seiner Entdeckung genauso wie seiner radikalen Abgründigkeit. Am Anfang sind es bloß Doktorspiele, aber sie sind schon von einer Dringlichkeit, die eines Erwachsenen würdig wäre. Der Erzähler, drei Jahre jünger als seine Schwester und ihre Freundinnen, steht staunend vor ihnen und erfährt seine erste Aufklärung ausgerechnet mit „Alice im Wunderland.

Angelika Overath: Sie dreht sich um
Es ist der Klassiker und trotzdem ein Schock: Ihr Mann betrügt sie mit einer jungen Kollegin. Und Anna Michaelis geht. Sie packt und nimmt den erstbesten Flug, nach Edinburgh. Ihr Weg führt sie in die Nationalgalerie. Auf einem Gemälde von Gauguin beginnt eine Frau, als Rückenansicht dargestellt, plötzlich zu sprechen. Es ist der Anfang eines Spiels. In der Beschäftigung mit den Kunstwerken sieht Anna auf ihre eigene Ehe zurück und findet den Mut zu einem neuen Selbstbild.

Restkarten für die Veranstaltung gibt es in der Touristikzentrale Essen im Handelshof für 5,00 Euro, ermäßigt 3,00 Euro.